Leitbild und Ziele

 

Leitbild

Aus der naturräumlichen Ausstattung sowie den im Rahmen der Untersuchungen zum Pflege- und Entwicklungsplan gewonnenen Erkenntnissen hinsichtlich der Tier- und Pflanzenwelt ergibt sich als Zukunftsszenario das übergeordnete Leitbild für das Projektgebiet "Schaalsee-Landschaft":

„Die Schaalsee-Landschaft ist eine großräumige, reich mit natürlichen und naturnahen Elementen ausgestattete Komplexlandschaft, bestehend aus natürlichen und halbnatürlichen Naturbiotopen, wie Seen, Wäldern, Mooren, aber auch Kulturbiotopen und Grünlandbereichen, mit ihren spezifisch ausgeprägten Habitaten, Biotopqualitäten und dynamischen Prozessen.

Die besondere Bedeutung der Schaalsee-Landschaft liegt in der Existenz und dem hohen Grad der Vernetzung von halbnatürlichen sowie naturnahen Biotopen und Elementen der extensiv genutzten Kulturlandschaft. Durch geeignete flächenhafte, bandartige, linienförmige und punktuelle Verbundelemente stehen sie in einem engen funktionellen Kontakt.

In dieses System eingebunden liegen Lebensräume, die von einer Nutzung oder Steuerung durch den Menschen ausgenommen sind und durch randliche Nutzungen keine Beeinträchtigung erfahren. In den Ökosystemen können dadurch alle ökosystemaren Prozesse und Stoffkreisläufe weitgehend ungestört ablaufen und sich so in ihrer natürlichen Dynamik entwickeln.

Der Schutz der besonders bedeutsamen Ökosysteme und Biotopkomplexe inklusive der bemerkenswerten Flora und Fauna wird durch Pufferzonen und räumliche Einbindung in eine Landschaft gewährleistet, die durch eine umweltschonende Bewirtschaftung der Nutzflächen geprägt ist. (Pflege- und Entwicklungsplan 1999/2006).“

 

Ziele

Die Ziele des Projektes wurden über die Zuwendungsbescheide des Bundesamtes für Naturschutz und die Umweltministerien der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein formuliert. Die Seenlandschaft mit dem Schaalsee als Kernstück soll in ihrer großräumigen Komplexität und ihrem naturnahen Zustand erhalten, optimiert und langfristig gesichert werden. Im Vordergrund stehen die eigendynamische Entwicklung der noch sehr naturnah erhaltenen Lebensräume sowie die Beseitigung naturferner Elemente und nutzungsbedingter Störeinflüsse:

 

Zur langfristigen Sicherung der Naturschutzziele ist der Flächenankauf, gegebenenfalls über einen Flächentausch, die sicherste, dauerhafteste und fairste Form des flächenhaften Naturschutzes. Der Erwerb von Eigentumsflächen ist daher neben der Umsetzung biotopersteinrichtender und renaturierender Maßnahmen wesentlicher Bestandteil der Zuwendungsbescheide und des Projektfinanzierungsplanes.

Neben dem Flächenankauf ist die Zusammenarbeit mit Partnern der Region, z.B. aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Tourismus zur Etablierung einer nachhaltigeren beziehungsweise schutzzielorientierten Landnutzung ein wichtiger Aspekt auf dem Weg zur Zielerreichung.